Klimt-Jahr in Wien

2012 wird in der österreichischen Hauptstadt der 150. Geburtstag des in Wien geborenen Malers Gustav Klimt mit zahlreichen Sonderausstellungen gefeiert. Bereits noch in diesem Jahr startet die Schau „Pioniere der Moderne“ im Belvedere (25. Oktober 2011 bis 4. März 2012). Sie zeigt vor allem die Zusammenarbeit des Künstlers mit dem Architekten Josef Hoffmann, die beispielsweise 1902 mit der „Beethovenausstellung“ in der Wiener Secession einen Höhepunkt erreichte. Von Februar bis Mai 2012 widmet sich das Leopold Museum dem Thema „Klimt auf Reisen“ und präsentiert unter anderem die Briefe des Malers an seine Muse Emilie Flöge, der der Künstler an manchen Tagen gleich mehrere Postkarten schrieb.

Vom 13. März bis zum 17. Juni dreht sich in der Albertina alles um das zeichnerische Talent Gustav Klimts. Von Mai bis August 2012 sind dann im Wien Museum erstmals alle Klimt-Werke aus dem Bestand des Hauses zu sehen, die in den letzten Jahren immer wieder an internationale Museen verliehen wurden. Mit rund 400 Blättern besitzt das Wien Museum die größte Sammlung an Zeichnungen des Künstlers sowie einige seiner Gemälde, das berühmteste ist das Porträt von Emilie Flöge, in dem Klimt die Ornamenttechnik erstmals einsetzte.

„Neben den absoluten Meisterwerken werden wir auch Skizzen und Vorstufen aus allen Phasen des Klimt’schen Schaffens präsentieren, um zu zeigen, dass auch großen Künstlern manchmal etwas nicht gelingt, sie einen schlechten Tag haben“, so Ursula Storch, Vizedirektorin des Wien Museums. Originalmöbel aus dem Atelier, der Arbeitskittel Klimts und seine Totenmaske runden die Ausstellung im Wien Museum ab.